FAQ - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN


Was ist Permanent Make-Up?

Permanent Make-Up, kurz PMU, ist eine kosmetische Pigmentierung, bei der Farbpigmente mit einer ultrafeinen Nadel oder Nadeln in die obere Hautschicht eingebracht werden. So können Augenbrauen, Lippen oder Lidstriche dauerhaft verschönert und natürlich betont.


Was ist der Unterschied zwischen Permanent Make-Up und Tattoo?

Der Hauptunterschied zwischen PMU und einem Tattoo liegt in der  Pigmentierungstiefe und der Haltbarkeit. PMU wird sanfter und nur in die oberen Hautschichten (Epidermis) eingebracht, wodurch die Pigmente mit der Zeit verblassen und nach einigen Jahren erneuert werden müssen. Tattoos hingegen werden tiefer in die Haut (Dermis) gestochen, wodurch die Farbe dauerhaft bleibt und sich über Jahrzehnte hinweg verändert. 


Für wen ist Permanent Make-Up geeignet?

Permanent Make-Up eignet sich für alle, die Wert auf ein gepflegtes, zeitsparendes Aussehen legen. Auch Kunden mit Alopecia, Narben oder Haarverlust profitieren von einer natürlichen Rekonstruktion der Augenbrauen oder Lippenkontur.


Wie lange hält Permanent Make-Up?

Je nach Hauttyp, Pflege und Farbintensität hält Permanent Make-Up in der Regel zwischen 2 und 3 Jahren. Eine regelmäßige Auffrischung sorgt dafür, dass dein Look dauerhaft frisch und gleichmäßig bleibt. Meine Kunden kommen im Durchschnitt alle 1,5 Jahre zum Auffrischen.


Tut Permanent Make-Up weh?

Durch die Verwendung moderner Geräte und meiner einzigartigen sanften Technik ist die Behandlung nahezu schmerzfrei. Viele Kunden berichten vom leichten Kitzeln in der Nase oder Druckgefühl bis hin zum Kratzen des Fingernagels auf der Haut.


Wie läuft die Heilung ab?

Nach der Behandlung kann die Haut leicht gerötet und angeschwollen sein. Das Farbergebnis kann noch sehr intensiv erscheinen, verblasst nach der Abheilung jedoch um 30% bis 40%. In den ersten Tagen bilden sich feine Krusten, die sich von selbst lösen. Nach etwa 3–4 Wochen ist das endgültige Ergebnis sichtbar.


Wie pflege ich mein Permanent Make-Up nach der Behandlung?

Vermeide Sonne, Sauna, Solarium und Make-up auf dem Pigmentbereich für etwa 14 Tage.

 

Augenbrauen und Augen:

Halte die behandelte Stelle mindestens 3 Tage sauber und trocken. Weniger ist mehr, daher rate ich von Salben und Crémes ab bis die Hautkruste sich komplett gelöst hat. 

 

Lippen:

Trage den mitgegebenen Pflegestift direkt nach der Behandlung und bei Bedarf auf, um das Ergebnis optimal zu schützen.


Ist die Nachbehandlung bei Permanent Make-Up notwendig?

Eine Nachbehandlung ist ein wichtiger Bestandteil jeder Permanent Make-Up (PMU) Behandlung, um ein dauerhaft perfektes Ergebnis zu gewährleisten. Dabei werden kleine Anpassungen vorgenommen, die sicherstellen, dass Farbe, Form und Intensität optimal sind.

Während der Heilungsphase kann es vorkommen, dass die Farbe teilweise verblasst, Pigmente ungleichmäßig aufgenommen werden oder kleine Stellen nachpigmentiert werden müssen. Die Nachbehandlung korrigiert diese Unebenheiten und sorgt dafür, dass die Augenbrauen, Lippen oder Eyeliner gleichmäßig, harmonisch und langanhaltend wirken.


Was ist der Unterschied zwischen Microblading und Permanent Make-Up Hairstroke Brows?

Microblading ist eine manuelle Technik des Permanent Make-Ups, bei der feine Härchen mit einem speziellen Handstück nachgezeichnet werden. Dieses Handstück enthält eine kleine Klinge, bestehend aus mehreren feinen Nadeln in einer Reihe. Mit dieser Klinge werden sehr präzise, haarähnliche Schnitte in die oberste Hautschicht eingeritzt und anschließend mit Farbpigmenten gefüllt. Das Ergebnis wirkt natürlich, eignet sich aber vor allem für trockene Hauttypen.

Die Hairstroke Brows werden hingegen maschinell pigmentiert, meist mit einer einzigen ultrafeinen Nadel. Dadurch lassen sich besonders sanfte, gleichmäßige und dreidimensional wirkende Härchen erzeugen. Diese Methode ist schonender für die Haut, hält länger und eignet sich auch für empfindliche oder fettige Haut.


Warum sehe ich öfters bläulich bis dunkelgraue Augenbrauen? Kann mir das auch passieren?

Bläulich oder dunkelgrau gewordene Augenbrauen sind ein häufiges Zeichen für veraltetes oder unsachgemäß ausgeführtes Permanent Make-Up. Diese Farbveränderung entsteht, wenn bei der Pigmentierung falsche Farbtöne oder minderwertige Pigmente verwendet wurden – meist mit zu hohem Schwarz- oder Eisenoxidanteil. Mit der Zeit baut der Körper die warmen Farbpigmente (Rot- und Gelbtöne) schneller ab als die kühlen. Zurück bleibt ein kalter, bläulicher oder gräulicher Restton.

Auch eine zu tiefe Pigmentierung (also wenn zu stark in die Haut gestochen wurde) kann dazu führen, dass die Farbe in tiefere Hautschichten einsinkt und dort kühler wirkt. Der sogenannte Tyndall-Effekt tritt auf: Licht dringt in die Haut ein, wird dort gestreut und reflektiert — die warmen Farbtöne werden dabei optisch „verschluckt“, während die blauen Lichtanteile stärker zurückgeworfen werden. Dadurch wirkt die Pigmentierung bläulich oder gräulich, selbst wenn ursprünglich ein warmer Braunton verwendet wurde.

Zusätzlich kann eine ungleiche Pigmentzusammensetzung dazu führen, dass die roten und gelben Farbmoleküle im Laufe der Zeit schneller abgebaut werden als die blauen Anteile – was die kalte Verfärbung weiter verstärkt.

 

In meinem Studio arbeite ich ausschließlich mit hochwertigen, geprüften Pigmenten gemäß nach der REACH-Verordnung und achte auf die korrekte Einbringungstiefe. Durch präzise Technik und individuelle Farbauswahl, abgestimmt auf Hautunterton, Haarfarbe und Zielnuance, lässt sich das Risiko einer solchen Farbveränderung deutlich reduzieren. 


Was ist ein Cover-Up beim Permanent Make-Up?

Ein Cover-up ist eine Farbkorrektur bei bereits vorhandener Pigmentierung, etwa wenn alte Augenbrauen mit der Zeit bläulich, grünlich oder rötlich geworden sind. Durch den Einsatz von Komplementärfarben wird der Ton neutralisiert.

Ich empfehle jedoch kein Cover-up, wenn alte Pigmentierungen auch nach zwei Jahren noch sehr dunkel oder sogar dunkler geworden sind – wie es beispielsweise bei falsch ausgeführtem Microblading vorkommen kann, wenn die Härchenzeichnung verlaufen ist.

In solchen Fällen wird zunächst eine professionelle Begutachtung der bestehenden Fremdarbeit durchgeführt. Erst danach entscheide ich, ob eine Farbkorrektur, eine Laserentfernung oder eine Remover-Behandlung sinnvoller ist.

Bei korrekt ausgeführtem Permanent Make-Up verblasst die Farbe gleichmäßig und ohne unnatürlichen Farbumschlag – ganz so, wie es die Haut auf natürliche Weise abbauen soll.